Bach-Blüten für Hunde

Mit Bach-Blüten kam ich zum ersten Mal vor über 10 Jahren in Berührung und seitdem bin ich ihnen hoffnungslos verfallen. Es ist ein ziemlich weitschweifiges Thema und das hier soll die Einführung zu einer kleinen Artikelserie werden (ich hoffe sie wird klein, versprechen kann ich aber nix ;)). Das mit mir und den Bach-Blüten kam also so.

Der durchfallende Hund

Vor der Fluse hatten wir schon einmal einen Berner Sennenhund, Gizmo. Er war eine Seele von Hund und typisch Berner: Liebevoll, stur wie ein Schweizer Panzer und hat uns verziehen, dass wir ihn mit 6 Jahren entthronten und den Terrier ins Haus holten. Schon lange bevor sich der Terrier ankündigte gab es ein nervenaufreibendes Problem mit Gizmo – er hatte ständig Durchfall. Und mit ständig meine ich etwa alle 4 Wochen, manchmal auch öfter. Wir waren einige Male deswegen beim Tierarzt aber bis auf diesen unerklärlichen Durchfall war er gesund. Die Tierärztin war ebenfalls ziemlich ratlos, fragte mich aber irgendwann, ob es schlicht Stress sein kann.

Stress? Unmöglich. Wir hatten einen recht geregelten Tagesablauf und auch sonst war er fröhlich und aufgeweckt. Aber ich begann Gizmo genauer zu beobachten. Und tatsächlich stellte sich nach einiger Zeit ein Muster heraus. Jedes mal, wenn wir zu Besuch bei jemandem waren ging uns der Dicke ziemlich auf die Nerven. Er saß in der Gegend rum statt zu liegen, hechelte vor Aufregung obwohl nix aufregendes passierte, tigerte auf und ab – und nachts bekam er dann Durchfall.

Bachblüten für hunde

Durchfallfrei dank Bach-Blüten

Ich machte mich also schlau und stieß auf Bach-Blüten. Man schreibt es übrigens so und nicht Bachblüten denn mit einem Bach und Blumen am Wegesrand haben Bach-Blüten gar nix zu tun. Aber dazu später mehr. In einem Bach-Blüten-Forum holte ich mir Rat und bekam ein paar Vorschläge. Ich ließ mir von der Tierärztin – die auch mit den Blütenmitteln arbeitet – eine Mischung machen. Der Erfolg war leider nicht wie erhofft, allerdings bemerkte ich eine kleine Verhaltensänderung. Ich fragte wieder um Rat, änderte die Mischung und tada – Gizmo war durchfallfrei. Und nicht nur das, er war auch wensentlich entspannter wenn wir woanders waren.

Ab da war ich infiziert. Ich machte eine Ausbildung zur Heilpraktikerin und parallel zwei Bach-Blüten-Ausbildungen (wovon die erste nix taugte, die zweite aber um so mehr). Inzwischen habe ich zig Leute ziemlich erfolgreich behandelt und ich fahre nie in den Urlaub ohne meine Bach-Blüten. Nachdem ich meinen Hund erfolgreich von einem Leiden kuriert hatte war mir klar, dass man auch körperliche Symptome mit Bach-Blüten sehr erfolgreich in den Griff bekommen kann.

Skeptiker – aufregend anders

Jetzt gibt es ja immer wieder Skeptiker die auf allem rumhacken, was naturheilkundlich und nicht wissenschaftlich bewiesen ist. Ach, inzwischen rege ich mich darüber nicht mehr auf. Ich habe dazu mal etwas sehr spannendes in einem Forum gelesen, da ging es um Homöopathie. Reisen wir einmal gedanklich 50 Jahre in die Vergangenheit. Und dann gebe man drei verschiedenen Wissenschaftlern eine CD. Was drauf ist ist völlig wurst. Ein Chemiker wird einem erklären können, dass die CD aus Polycarbonat besteht und mit Aluminium bedampft wurde. Ein Physiker wird dem hinzufügen, dass sie Laserlicht reflektiert. Ein Biologe wird feststellen, dass es sich um anorganisches Material handelt. Recht haben sie alle drei, aber über den eigentlichen Zweck der CD wie wir ihn heute kennen weiß keiner der drei Bescheid. Sie würden das Ding wohl als ziemlich unnütz und wirkungslos bezeichnen.

Ihnen fehlt also schlichtweg das Lesegerät für die CD. Und wahrscheinlich ist das mit Bach-Blüten und Homöopathie ähnlich. In 5, 10 oder 100 Jahren wird vielleicht jemand dieses Lesegerät entdecken. Aber ich schweife ab. Die Hauptsache ist, unser Körper kann die Informationen lesen, die Bach-Blüten ihm bereitstellen.

Bachblüten für Hunde

Gerüchte rund um Bach-Blüten

Jetzt gibt es eine ganze Reihe von Gerüchten, Halbwahrheiten und Fehlinformationen, die rund um Bach-Blüten kursieren.

  • Bach-Blüten machen eine Erstverschlimmerung
  • Man darf nicht mehr als 5-7 Bach-Blüten mischen
  • Bach-Blüten machen aggressiv
  • Bach-Blüten enthalten Alkohol und sind daher schädlich für Kinder und Hunde
  • Aus Bach-Blüten kann man einen Tee machen

Das Märchen von der Erstverschlimmerung

Wer sich ein wenig mit Homöopathie beschäftigt kennt das Thema Erstverschlimmerung. Nimmt man ein homöopathisches Mittel geht es einem erst schlechter bevor es besser wird. Gleiches gilt also auch für Bach-Blüten denn die sind ja auch ein homöopathisches Mittel.

Nein, sind sie nicht. Bach-Blüten und Homöopathie sind zwei Paar Stiefel. Und nicht jeder Heilpraktiker macht gleichzeitig Homöopathie. Dennoch gibt es einen Grund dafür, dass sich Symptome unter der Einnahme verschlechtern. Das wahrscheinlichste ist: Eine Blüte fehlt. Bach-Blüten werden ganz im Gegensatz zur Homöopathie immer gemischt. Mit einer einzigen Blüte kommt man nicht sehr weit. Das ist vergleichbar mit einem Lied. Eine Note macht noch kein Musikstück. Mischt man sich jetzt mehrere Blüten zusammen und nach einigen Tagen geht es einem schlechter als vorher fehlt eine entscheidende Blüte in der Mischung. Im allerwahrscheinlichsten Fall ist es Star of Bethlehem. Star of Bethlehem sollte in jeder ersten Mischung immer mit dabei sein. Ich werde später noch darauf eingehen.

Es gibt noch einen – eigentlich zwei – weitere Gründe, warum es zu einer „Erstverschlimmerung“ kommt. Zu jeder Bach-Blüte gibt es passend einen (Halb-) Edelstein sowie ein ätherisches Öl. Das sprengt hier aber definitiv den Rahmen. Wer mehr dazu wissen will kann mir gerne eine Mail schreiben.

Man darf nicht mehr als 5 -7 Blüten mischen

Ein Gerücht, das sich äußerst hartnäckig hält und einen wahren Kern hat. Angeblich würde das den Organismus verwirren und zu viele Informationen auf einmal sind auch nicht gut. Es gibt trotz inzensivem Suchen keine Quelle, aus der das Gerücht entspringt. Es ist nur so: Die 7 richtigen – oder falschen, je nach Betrachtungsweise – Blüten gemischt können die Meridiane beeinflussen. Wenn man weiß wie es geht und welche Blüten man mischen muss ist das ziemlich heftiger Tobak und ein sehr wirksames Heilmittel. Und zwar so heftig, dass man so eine Mischung nicht dauerhaft einnehmen darf sondern – unter fachlicher Anleitung – nur ein- bis maximal drei Mal.

Bach-Blüten machen aggressiv

Oh ja, das tun sie, und zwar wirklich. Heftig. Aber nur wenn eine Blüte in der Mischung fehlt. Hab ich selber schon erlebt, war nicht lustig 😉

Bach-Blüten und Alkohol

Bach-Blüten enthalten Alkohol und wenn man sich eine Mischung macht, sollte man diese auch mit Alkohol konservieren. Normal mischt man die Blüten mit 2/3 Wasser und 1/3 Alkohol über 30%. Die Standarddosierung beträgt 4×4 Tropfen dieser Mischung täglich. Ein Glas Apfelsaft hat mehr Restalkohol als die paar Tröpfchen.

Bach-Blüten-Tee

Jetzt kommen wir zu meinem liebsten Thema, dem Bach-Blüten-Tee den man inzwischen im Supermarkt kaufen kann. Eigentlich möchte ich dazu gar nix sagen außer: Schwachfug. Die Kräuter im Tee mögen vielleicht eine beruhigende Wirkung oder dergleichen haben, mit Bach-Blüten haben sie aber nichts zu tun.

Im nächsten Beitrag geht es dann um Bach-Blüten bei ängstlichen Hunden.

Diese Artikelserie widme ich meiner lieben Freundin und Kollegin Sabine die am 1.1.2015 von uns gegangen ist. Alles was ich hier über Bach-Blüten schreibe habe ich bis vor kurzem noch mit ihr teilen können. Die Lücke die sie hinterlassen hat ist riesig.

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